FerienwohnungenSpreewaldRinderTraditioneigene Schlachtung

Die Familie

Der Mutschenhof wird bereits in fünfter Generation von der Familie Kilka bewirtschaftet. Seit 2009 wird der Hof von Sebastian und Anja Kilka mit viel Leidenschaft und Herzblut geführt – immer freudig unterstützt von ihren vier Kindern.

Die alten Traditionen und Werte sind geblieben. Mensch, Tier und Maschine werden immer noch wie vor hundert Jahren mit dem Kahn transportiert und auch der Heuschober findet jedes Jahr wieder einen Platz auf dem Hof.
Aber auch wir haben uns weiterentwickelt und so ist es uns ein großes Anliegen geworden, die einzigartige Naturlandschaft des Spreewalds zu erhalten und unseren Tieren ein würdevolles sowie artgerechtes Leben zu bieten. 

 

 

Deswegen ist unser Rindfleisch seit 2022 bio-zertifiziert und soll unsere Philosophie der Landwirtschaft mit nach außen tragen.

Die Tiere sind ein Teil des Hofes. Ohne all die Rinder, Schweine, Hühner, Katzen und unsere Hündin Wanda sowie Pfau Rex, wäre unsere Insel nicht das, was sie ist: ein Ort des Respekts, der Freude und der Verbundenheit und es ist uns ein Anliegen, das mit unseren Feriengästen und Kunden zu teilen.

Der Mutschenhof ist aber vor allen Dingen auch immer ein Gemeinschaftsprojekt und wir sind dankbar für so viele gute Freunde, die uns helfen, die Herausforderungen der Landwirtschaft im Spreewald zu meistern.

Ihr Titel
Your content goes here. Edit or remove this text inline or in the module Content settings. You can also style every aspect of this content in the module Design settings and even apply custom CSS to this text in the module Advanced settings.

Biologische Landwirtschaft

Mit dem Mutschenhof wollen wir ein Stück Kulturgut des Spreewalds erhalten. Deshalb ist es uns wichtig alte Traditionen weiterzuführen, wie das Transportieren der Rinder mit dem Kahn oder das Leben im Rhythmus des Wassers. Aber wir wollen noch einen Schritt weiter gehen und können uns seit 2022 einen biologisch wirtschaftlichen Betrieb nennen.

Denn um diese magische Landschaft im Spreewald zu erhalten und sie auch für zukünftige Generationen nutzbar und wohnbar zu machen, ist es wichtig mit der Natur zu arbeiten, statt gegen sie. Kurz gesagt, richtet sich unsere Arbeit richtet nach dem Spreewald.

Zum Beispiel fahren wir regelmäßig mit den Kahn von Weide zu Weide und kontrollieren, ob es unseren Rindern gut geht, ob neue Kälber geboren wurden oder ob sie noch auf der richtigen Fläche stehen, denn wenn den Damen die Weide nicht mehr zusagt, schwimmen sie auch gerne durch die Spree, um sich einen neuen Platz zum Grasen zu suchen. Diese „Kontrollfahrten“ können auch gerne mal bis zu zwei Stunden dauern, wenn wir, ganz nach Tradition, mit Holzkahn und Rudel durch den Spreewald starken.

Im November kommt dann der Winterstau, das heißt die Spree wird angestaut und die Wiesen werden unter Wasser gesetzt. Der Winterstau ist für die Natur des Spreewalds ungeheuer wichtig. Auf den überschwemmten Wiesen laichen viele Fische, der Wasserhaushalt wird dadurch reguliert und der Boden mit Nährstoffen angereichert. Letzteres ist für uns Landwirte auch für eine gute Ernte unerlässlich.

Für unsere Rinderherde läutet das den Umzug auf die Hofkoppel um (für mehr Informationen siehe biologische Tierhaltung – Rinder) und für uns, das wird erst wieder im April/Mai unsere Ackerflächen bewirtschaften können.

Unsere Äcker bewirtschaften wir nach der 3 bzw. 4 Felderwirtschaft und der gesamte Ertrag kommt unseren Tieren zugute, sei es Kartoffeln, Kürbisse oder Getreide. Für unseren Eigenbedarf bauen wir Bohnen, Kohl, Salat, Rhabarber und vieles mehr in unserem kleinen Bauerngarten an – selbstverständlich ebenfalls ganz natürlich. Diese Art der Ackerbewirtschaftung bedeutet, dass auf dem Feld jedes Jahr die Pflanze wechselt bzw. es für ein Jahr brach liegt, um eine optimale Nährstoffversorgung des Bodens zu gewährleisten. Besonders die Ernte von Kartoffel und Kürbis ist jedes Mal ein Ereignis. Die Feriengäste helfen gerne beim Kartoffel einsammeln und von den Touristen gibt es jedes Mal ganz erstaunte Blicke, wenn wir mit dem Kahn – randvoll mit teilweise riesigen Kürbissen– über die Spree fahren.

Normalerweise wird dafür einfach eine große Ackerfläche in mehrere Teile aufgeteilt. Bei uns bildet jedes Feld eine eigene Insel, das nennt man auch „kleinteilige Landwirtschaft“, da die Flächen nicht größer als 0,3 Hektar sind. Aufgrund der geringen Größe und der Tatsache, dass alle Gerätschaften mit dem Kahn transportiert werden, müssen wir uns auf eher kleinere Maschinen verlassen. Für das Umsetzen haben wir uns im Jahr 2018 extra einen sogenannten „Prahm“ anfertigen lassen. Früher hat man für den Transport von Traktoren einfach zwei Kähne zusammengebunden und auf ihnen Bohlen platziert. Aufgrund von neuen Vorschriften der Wasserschutzpolizei und der Tatsache, dass man bei dieser Variante zum Ausladen immer ein festes Ufer braucht (was nicht selbstverständlich ist), mussten wir etwas umdenken. Unser „Prahm“ ist ein großer Alu-Kahn, der diese zwei Holzkähne ersetzt und mit dem man, aufgrund seiner Bauweise, den Traktor auf jeder Wiese ausladen kann. Wir veranstalten mit unseren Traktoren und Co. also ein richtiges „Inselhüpfen“

Rinder
Ihr Titel
Your content goes here. Edit or remove this text inline or in the module Content settings. You can also style every aspect of this content in the module Design settings and even apply custom CSS to this text in the module Advanced settings.

Biologische Tierhaltung

Rinder

Bei uns auf dem Mutschenhof beherbergen wir eine zurzeit 24-köpfige Rinderherde der Rasse Blonde d’Aquitaine, die wir ,,Mutschen’’ (lehdscher Mundart) nennen . Die Herde beweidet von Frühling bis Herbst die Spreewaldwiesen und stehen im Winter auf der Koppel auf dem Hofgelände. In dieser Zeit bekommen sie ausschließlich gutes eigenes Heu und Silage gefüttert und zwischendurch den ein oder anderen Apfel zu gesteckt. Dieser Umzug ist aufgrund des bereits genannten Winterstaus notwendig (siehe biologische Landwirtschaft), denn auf den nassen Weiden können die Rinder nicht stehen bleiben. Da wir die Rinder nicht zum Hof schwimmen lassen können, werden sie in dreier Gruppen mit dem Kahn zum Hof gefahren, wo sie dann bis zum Frühling auf der Koppel stehen. Diese ganze Prozedur kann gerne einmal einen ganzen Tag in Anspruch nehmen, aber es macht die Arbeit als Landwirt/in zu einem Erlebnis und den Mutschenhof zu etwas ganz Besonderem.

Mutterkühe und Bullen werden dabei stets getrennt gehalten – nur im Frühling darf der größte Bulle die Damen beglücken und schenkt uns regelmäßig Nachwuchs, der vor allen Dingen die Herzen der Feriengäste höherschlagen lässt.

Die Rinder wachsen bei uns in Mutterkuhhaltung auf und dürfen bei uns auch ihre Hörner behalten. Etwas, das nur noch selten in Betrieben genutzt wird, uns aber sehr am Herzen liegt. Die Hörner dienen den Tieren zum einen als Kommunikation. Kleine Bewegungen mit dem Kopf reichen oft schon aus, um Distanz zu schaffen, wohingegen hornlose Kühe meist den direkten Körperkontakt brauchen – was zu einer deutlich höheren Verletzungsgefahr führen kann. Außerdem sollen Hörner sich positiv auf Verdauung und Temperaturregulierung auswirken. Früher sagte man zudem, dass die Hufe der Rinder ihre Verbindung zur Erde und die Hörner zum Himmel wären.

Die freie und naturverbundene Haltung bietet eine wesensgerechte und gesunde Entfaltung der Rinder. Sodass unsere Kälbchen ganz ohne Medikamente auskommen, weil gute Muttermilch und ein harmonischer Herdenverband alles ist, was sie brauchen, um groß und stark zu werden.

Schweine

Auch die Schweine dürfen in der warmen Jahreszeit draußen im Freilauf die Sonne genießen und kommen nur im Herbst/Winter in den Stall, wo sie dann geschlachtet werden. Morgens und abends dürfen sie neben Getreide aus der Region gedämpfte Kartoffeln vom eigenen Acker genießen, wobei sie im Sommer auch gerne die ein oder andere Zucchini aus dem Garten mit ihnen geteilt wird.

Hühner

Unsere Hühner sind eine aufgewegte Bande, die von mittags bis abends den Hof unsicher machen und fleißig für uns Eier legen. Gefüttert werden sie mit gutem Getreide und Sonnenblumenkernen, obwohl sie gerne auch mal einen Ausflug in den Bauerngarten machen, um ein paar Himbeeren zu stibitzen.

 

FÖJ